Der Rat
der Stadt Ennepetal hat in seiner Sitzung vom
11.11.2010 den Haushalt nebst Anlagen für das Jahr
2011 verabschiedet. Beschlossen wurde auch das
Haushaltssicherungskonzept, das bis zum Jahre 2015
geht, sowie das Personalwirtschaftskonzept bis zum
Jahre 2018.
Mit der
Mehrheit von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP
konnten Steuererhöhungen im Bereich der
Gewerbesteuer und der Grundsteuer B für das Jahr
2011 verhindert werden. Die SPD hatte beantragt,
diese Steuern bereits für das Jahr 2011 zu erhöhen.
Die Freien Wähler wollten die Gewerbesteuer auf 425
Punkte anheben lassen. Beide Ansinnen konnten
verhindert werden.
Im
nächsten Jahr müssen die tatsächlichen Einnahmen bei
der Gewerbesteuer abgewartet und beobachtet werden.
Werden die Ansätze erreicht, erübrigt sich eine
Anhebung der Hebesätze, sollten die Zahlungen
geringer als erwartet ausfallen, muss dann über eine
Anpassung der Hebesätze nachgedacht werden.
Der
Fraktionsvorsitzende Wolfgang Frey erklärte in
seiner Haushaltsrede, es sei richtiger und
sinnvoller, bevor man den Bürgern tiefer in die
Tasche greift, dass alle Einsparmöglichkeiten
ausgeschöpft werden müssten. Kostensenkung vor
Steuererhöhung! Er rechnete dem Rat vor, dass eine
Erhöhung der Grundsteuer B jeden Bürger in
Ennepetal, vom Baby bis zum Greis, mit einem Betrag
von 13,64 Eurojährlich belastet! „Es passt nicht
zusammen, einerseits den Sozialabbau zu beklagen,
und andererseits die Bürger mehr zu belasten“! Er
führte weiter aus: Wir leben in Ennepetal mit
unseren freiwilligen Leistungen auf einem sehr hohen
Niveau, das es in Nachbarstätten so nicht gibt. Im
Jugend- und Schulbereich werden die Ausgaben moderat
gekürzt - eine Kahlschlagpolitik wurde auch im
Jugendhilfeausschuss unter Leitung von Frau Dr.
Siekermann vermieden. Die Personalkosten im Bereich
der Verwaltung wird durch das beschlossene
Personalwirtschaftskonzept sozialverträglich bis zum
Jahr 2018 heruntergefahren.
Im
investiven Bereich sind diverse Vorhaben in die
Folgejahre verschoben worden. Auch der Stadtumbau
West ist bis aufs Jahr 2016 zurückgesetzt. Hier
brachte Wolfgang Frey die Hoffnung zum Ausdruck,
dass sich die Stadt von der Kahlschlaglösung
verabschiedet und eine Konzeption erarbeitet, die
weniger Eingriffe in die bestehende Bausubstanz zur
Folge hat. Er führte weiter aus, dass Sparen um des
Sparens Willen nicht angesagt sein kann. Investive
Maßnahmen, die sich rechnen, müssen auch zur Not
finanziert werden.